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Weckmann

Männer aus süßem Hefeteig mit Rosinenaugen und Tonpfeife, die Kinder vielerorts zu St. Martin oder zum Nikolaustag bekommen.
Rezept Weckmann
  • Schwierigkeit Mittel
  • Zubereitung 40 Minuten
  • Kochzeit 20 Minuten
  • Portionen für 6 Stück

Der Weckmann ist eine Figur aus süßem Hefeteig mit Augen und Knöpfen aus Rosinen. Im Rheinland, im Saarland, in der Pfalz, in Hessen und im Südwesten heißt er Weckmann, in Westfalen und Norddeutschland Stutenkerl, in Baden auch Dambedei. In vielen Gegenden bekommen ihn die Kinder nach dem Laternenumzug am Martinstag, dem 11. November, anderswo am Nikolaustag, dem 6. Dezember.

Viele Weckmänner halten eine kleine weiße Tonpfeife. Gedeutet wird sie meist als Bischofsstab, der an den heiligen Martin oder den heiligen Nikolaus erinnert; dazugehören muss sie aber nicht. Der Teig ist ein Stuten, ein leicht gesüßter Hefeteig mit Milch, Butter und Ei.

Zutaten für 6 Stück

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Verfahren

  1. Erwärmen Sie die Milch in einem kleinen Topf und lassen Sie die Butter darin schmelzen. Die Mischung soll nur lauwarm sein, nicht heiß.
  2. Mischen Sie Mehl und Trockenhefe gründlich in einer Rührschüssel. Geben Sie Zucker, Salz, Ei, Eiweiß und die Milch mit der Butter dazu und kneten Sie alles mit den Knethaken des Handrührgeräts oder in der Küchenmaschine etwa 5 Minuten zu einem glatten Teig.
  3. Decken Sie die Schüssel zu und lassen Sie den Teig an einem warmen Ort 45–60 Minuten gehen, bis er deutlich größer geworden ist.
  4. Kneten Sie den Teig auf wenig Mehl kurz durch und teilen Sie ihn in 6 gleich große Stücke. Formen Sie jedes zu einem Kegel und daraus einen etwa 18 cm langen Körper mit einer Kugel als Kopf am dicken Ende. Legen Sie die Figuren auf zwei mit Backpapier belegte Bleche und drücken Sie sie etwas flach.
  5. Schneiden Sie mit einem Messer den unteren Teil in der Mitte ein und ziehen Sie die Beine leicht auseinander. Schneiden Sie an beiden Seiten für die Arme schräg ein und ziehen Sie auch sie etwas vom Körper ab. Lassen Sie die Männer zugedeckt noch etwa 15 Minuten gehen und heizen Sie inzwischen den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vor.
  6. Verquirlen Sie Eigelb und Milch und bestreichen Sie die Figuren damit. Drücken Sie Rosinen als Augen und Knöpfe tief in den Teig. Wer mag, steckt jetzt eine kleine Tonpfeife unter einen Arm.
  7. Backen Sie die Weckmänner blechweise auf der mittleren Schiene etwa 20 Minuten, bis sie goldbraun sind; klingt es beim Klopfen auf die Unterseite hohl, sind sie durchgebacken. Lassen Sie sie auf einem Kuchengitter auskühlen. Denkt schließlich daran, unsere App mit exklusiven Inhalten und weniger Werbung herunterzuladen!

Varianten und Alternativen

Manche geben 50 g Rosinen in den Teig, wie beim Rosinenstuten. Statt mit Rosinen können Sie die Männer mit Mandeln oder Hagelzucker verzieren.

Zum Vorbereiten kneten Sie den Teig am Vorabend mit kalter Milch und weicher Butter, lassen ihn zugedeckt über Nacht im Kühlschrank gehen, formen die Männer am nächsten Tag, lassen sie noch einmal gehen und backen sie wie beschrieben.

Tipps

Tonpfeifen aus weißem Ton gibt es in der Martins- und Nikolauszeit im Haushaltswarenhandel und im Internet. Sie vertragen die Ofenhitze; waschen Sie sie vor dem ersten Gebrauch heiß ab. Backen Sie niemals Pfeifen aus Kunststoff mit: Sie schmelzen und geben Stoffe ab, die nicht ins Essen gehören. Kleinen Kindern geben Sie den Weckmann am besten ohne Pfeife.

Die Milch darf nur lauwarm sein, sonst leidet die Hefe. Mit frischer Hefe lösen Sie einen halben Würfel (21 g) in der lauwarmen Milch auf.

Formen Sie jeden Weckmann aus einem einzigen Teigstück: Angesetzte Köpfe und Arme lösen sich beim Backen leicht ab. Drücken Sie die Rosinen tief in den Teig, sonst springen sie beim Aufgehen heraus.

Aufbewahrung

Am besten schmecken Weckmänner am Backtag. In einem Gefrierbeutel bleiben sie 1–2 Tage weich. Gut verpackt lassen sie sich einfrieren; aufgetaut kurz im Ofen aufbacken.

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